Ein Witz? In der Tat nicht. Die Schüler der Dohn Community High School in Cincinnati (Ohio) bekommen für ihren Schulbesuch Geldgutscheine. Die Schüler, die eine ganze Woche pünktlich zum Unterricht erscheinen und diesen auch nicht mutwillig stören, sondern dem Unterricht folgen, bekommen pro Woche umgerechnet sieben Euro bzw. 25 Euro (für die älteren Klassen) als Gutscheinkarte ausgezahlt. Dazu gibt es noch pro Woche knapp vier Euro auf ein Sparbuch, das am Ende der Schulzeit ausgezahlt wird.
Schule als Job
Für diese Maßnahme wird der Schulleiter Ramone Davenport heftig kritisiert. Man solle Schüler nicht für das belohnen, was sie sowieso tun sollten. Doch die Schüler der Dohn Community High School gehen eben nicht zur Schule, oft, weil sie arbeiten oder auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen müssen, erklärt Davenport den regionalen Medien.
Ohne Moos nichts los: Keinen Bock auf Schule.Letztes Jahr besuchten von den 170 nur knapp 84 Prozent der Schüler regelmäßig den Unterricht. Viele sehen die Schule nur als Zeitverschwendung und gehen lieber arbeiten. Es geht dabei um Schüler, die von ihren Eltern nicht unterstützt werden und so auf der Strecke bleiben. Mit dem Geld haben sie einen Anreiz, die Schule zu besuchen. Davenport ist nicht der erste Schulleiter, der seine Schützlinge mit Geld motivieren will. In Amerika und auch in Frankreich gibt es einige Schulen, die mit Gutscheinen, Zuschüssen zum Führerschein oder Fußballtickets zu Höchstleistungen motiviert werden.
Ich finde es irgendwie schade. Geld zur Motivation? Ich kann es bei den Schülern, die selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen, verstehen, aber bei vielen anderen ist es einfach nur Faulheit. Das Bildungsrecht wird oft nicht als Recht, sondern als Pflicht verstanden. Was haltet ihr von dieser Motivationsmethode?

































