Kundgebungen auf dem Augustusplatz in Leipzig"Das Internet nach ACTA wäre nicht mehr das Gleiche. Die Überwachung jedes Einzelnen würde die unkomplizierte und kreative Nutzung des Internets extrem einschränken", erklärt die 26-jährige Inga.
Mit dieser Meinung ist sie nicht allein. Die Demo in Leipzig war nur eine von vielen, denn in ganz Deutschland gingen am Samstag die Massen auf die Straße, um gegen ACTA zu demonstrieren. In München versammelten sich gut 16.000 Demonstranten, in Berlin laut Polizeiangaben 6.000 und in Stuttgart 5.000. Der Großteil der Demonstrationen verlief wie die in Leipzig friedlich und harmonisch. "Es herrschte wirklich eine positive und entspannte Stimmung", so die Studentin.
Die Netzgemeinde teilt gern - ACTA nicht
ACTA hier, ACTA da - Viele können es bald nicht mehr hören, ebenso Viele wissen aber nicht einmal, worum es bei ACTA und den Demonstrationen dagegen überhaupt geht. Wenn sie danach fragen, gibt es meist nur die etwas kurz gefasste Info: Online-Überwachung wie in China. Davon steht im ACTA-Abkommen allerdings nichts. Das Abkommen zwischen der EU, Amerika und elf weiteren Staaten soll das Urheberrecht im Internet regeln, denn bisher war das Internet mehr oder weniger eine rechtsfreie Grauzone, frei würden die Demonstranten sagen.
ACTA soll ad acta gelegt werden, fordern die Demonstranten in LeipzigGerade für die Generation, die mit Facebook und seiner Teilwut, Twitter, YouTube und einem freien Reich aus Informationen aufgewachsen ist, gleicht ACTA einem harten Eingriff in diese Freiheit. Für viele der Beginn einer schleichenden Online-Überwachung, wie sie in China stattfindet. Keine freie Meinungsäußerung mehr und nur noch zensierte Informationen. Davon ist in dem Abkommen zwar nicht so deutlich die Rede, für die ACTA-Gegner ist der Schritt dorthin aber nicht weit, da gegen die verstärkten Sanktionen im Abkommen kaum Rechtsschutz besteht.
Doch trotz der Demonstrationen steht die Bundesregierung weiter dazu, dass geistiges Eigentum auch im Internet geschützt werden müsse und ACTA deswegen seine Berechtigung hätte. Raubkopien, Patentverletzungen und Fälschungen dürften nicht weiter geduldet werden. Am Freitag hatte Deutschland aber die Unterschrift für ACTA erst einmal ad acta gelegt.
Anonymous mittendrin"Stoppt ACTA!" Dieser Ruf wird noch eine Weile erschallen. Solange das Abkommen noch nicht unterzeichnet ist, werden die Gegner nicht aufgeben. Und für viele ist ACTA seit Freitag, spätestens seit Samstag tot.
























finde es aber super, dass so viele demonstrieren.












http://sodaapope.wordpress.com/2012/02/12/anonymous-ruft-zur-2-acta-demo-am-25-2-auf/
sollte eig in fast jeder großen stadt was sein, einfach bei facebook anmelden, kommen und mitdemonstrieren