Krebsforschung gut, Tierversuche schlecht - so könnte man die innere Diskussion vieler in Kurzform zusammenfassen. Tierversuche sind umstritten, man muss nicht einer Tierschutzorganisation angehören, um Labortiere zu bemitleiden, die nur dazu gezüchtet werden. In Berlin plant das Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin, die Zahl der Tierversuche aber dennoch noch zu erhöhen.
Um 17 Prozent soll sich die Rate der Tierversuche zukünftig in Berlin erhöhen und ein neues Gebäude gebaut werden, um weitere Versuchstiere (meist Mäuse, Ratten und Mulle) aufzubewahren. Tierschützer sind dagegen, aber die Wissenschaftler halten es für notwendig. Es mache den Forschern keinen Spaß, Tierversuche zu machen, doch die Ergebnisse daraus zählen zu den Grundlagen, durch die viele menschliche Krankheiten bekämpft werden können.
Tierschützer wollen gegen Erhöhung protestieren
Tierversuche sind eigentlich sehr teuer und bei jedem einzelnen Versuch am Tier muss vom Forscher mit Literaturrecherchen nachgewiesen werden, dass keine andere Möglichkeit besteht, das gleiche Ergebnis ohne Tier zu bekommen. Anschließend muss der Tierversuch von den Behörden genehmigt werden.
Wo vielleicht einige noch einen inneren Disput darüber führen, dass es sinnvoll ist, die Medikamente nicht sofort am Menschen zu testen, aber eben auf der anderen Seite Tiere dafür sterben, da sind sich Tierschützer einig. Es sei ein Skandal, dass die Tierversuche sogar noch erhöht werden sollen. Die Tierrechtsorganisation Peta will deswegen zu einem Protestschreiben aufrufen, dass kein neues Tierhaus für Versuchstiere in Berlin gebaut wird.
Zwei Seiten der Medaille - zwei Meinungen. Nur, dass die Tierschützer meist die Sympathien auf ihrer Seite haben.
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