Die niedersächsische Polizei will Facebook nutzen, um nach Kriminellen zu fahnden. Das kündigte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann Anfang der Woche an.
Das Facebook-Profil "Polizei Niedersachsen" soll in den nächsten Wochen online gehen. Die Polizeidirektion der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover nutzt das weltweit größte soziale Netzwerk bereits seit März 2011 für die Verbrecherjagd.
Dadurch wurden insgesamt acht Täter überführt, wie "NDR online" berichtet. Diese Zeit galt als Probephase für den polizeilichen Einsatz von Facebook in Niedersachsen. Schünemann bewertete die Testphase als "nur positiv".
Datenschutzrechtliche Bedenken
Aus Gründen des Datenschutzes wurden zuletzt allerdings keine Fahndungen mehr öffentlich gemacht. Außerdem bestand die Gefahr, dass sensible Daten auf Rechnern und Servern im Ausland landen.
Deshalb soll nur noch ein Link über Facebook veröffentlicht werden. Darüber gelangt man dann zum Fahndungsaufruf beim Landeskriminalamt. Die personenbezogenen Daten sollen nur auf einem polizeieigenen Server gespeichert sein.
Datenschützer bemängeln allerdings, dass die Daten dennoch (für immer) im Internet seien. Damit könnten Menschen, die einmal über Facebook als Verbrecher gesucht wurden, ein Leben lang mit ihrem Verbrechen in Verbindung gebracht werden.
Was haltet ihr von der Verbrecherjagd via Facebook? Ich finde sie datenschutzrechtlich sehr fragwürdig. Sollte die Polizei in ganz Deutschland, Facebook zur Verfolgung von Kriminellen nutzen? Ich finde, das sollte sie nicht, denke aber, dass es dazu kommen wird.
Bildquelle: Getty Images/AFP

























