Die Menschen im Zentrum des Widerstands - Homs - sind umzingelt und abgeschottet, die Zugangsstraßen vom Militär abgesperrt und die Lebensmittel werden knapp. Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wird die syrische Stadt gerade Schauplatz einer humanitären Katastrophe. Die Stadt stehe unter einem Dauerfeuer, egal, ob Aktivisten oder Zivilpersonen, Hunderte von Menschen seien mittlerweile tot. Zumindest sprechen mehrere Quellen von über 100 Toten an einem Tag. Doch offizielle Berichte erreichen selten die Welt außerhalb Syriens.
Keine offiziellen Bilder dringen nach außen
Neben dem Essensmangel kommt auch noch die Kälte hinzu. Bei Temperaturen um den Nullpunkt gehen nach und nach die Heizölvorräte zu Neige und kein Nachschub ist in Sicht. Da es in Syrien keine von der Regierung unabhängigen Medien gibt, stützen sich die Berichte über den Zustand in Homs hauptsächlich auf die Aktivisten, die Gegner Assads und seiner Regierung. Nach deren Angaben regnet es ununterbrochen Raketen auf die Stadt, es gäbe nur noch drei Ärzte, von denen einer durch einen Granatenschuss verletzt worden sei. Die Stadt werde immer mehr zur Geisterstadt und niemand könne den Angriffen des Militärs entkommen. Eine humanitäre Katastrophe oder Übertreibung, um gegen Assad vorgehen zu können?
Die syrische Regierung unter Assad gab nach außen hin zu, eine Militäraktion gegen die Stadt Homs begonnen zu haben. Das Bombardement würde sich aber nur gegen die terroristischen Banden richten. Gegner und Aktivisten sind da anderer Meinung. Amateurvideos erreichen immer wieder die Außenwelt und zeigen, wie Wohnhäuser in die Luft gesprengt werden.
Die Gewalt des syrischen Regimes schockiert immer wieder. Eingreifen oder doch nur zuschauen? Die UNO plant derzeit eine gemeinsame Aktion mit der Arabischen Liga, die EU will härtere Sanktionen z. B. die Konten der syrischen Zentralbank einfrieren. Nicht jeder ist aber dafür, dass sich der "Westen" einmischen sollte. Syrien sei das "Problem" der Arabischen Liga?


























