Wenn man etwas Schlimmes erlebt hat, sollte man möglichst nicht sofort schlafen gehen. Denn negative Erlebnisse verankern sich dann wahrscheinlich besonders stark im Gehirn.
Das haben jetzt Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität von Massachusetts herausbekommen. In einem Experiment zeigten Neurologen 106 Menschen 60 Bilder. Auf den Bildern waren verschiedene Situationen zu sehen.
Die Teilnehmer des Versuchs sollten die dargestellten Situationen bewerten. Sie konnten dabei von traurig bis fröhlich beziehungsweise von erregt bis ruhig wählen.
Nach dem Schlaf werden Bilder negativer gesehen
Zwölf Stunden später bekamen die Probanden die Bilder erneut zu Gesicht. Diesmal waren zudem neue Bilder dabei. Einige Test-Personen bekamen die Fotos alle an dem gleichen Tag zu sehen, andere an zwei verschiedenen Tagen. Die letztere Gruppe schlief also dazwischen.
Die Menschen, die zwischen den Tests geschlafen hatten, bewerteten die Bilder beim zweiten Anschauen negativer als vor ihrem Schlaf. Die, die die Fotos innerhalb eines Tages und ohne zwischenzeitlichen Schlaf gesehen hatten, bewerteten sie hingegen positiver als vorher, wie "DRadio Wissen" auf seiner Website berichtet.
Die Wissenschaftler meinen, dass im Schlaf neben Erfahrungen auch die dazugehörigen Emotionen gespeichert würden. Das Gehirn speichere die emotionale Intensität ab, damit ähnliche negative Erlebnisse in Zukunft gemieden werden. Diese Funktion könnte unter Umständen überlebenswichtig sein, meinen die Experten.
Ich dachte bisher, drüber schlafen wäre eine gute Sache. Doch offenbar ist das nicht immer so. Was meint ihr zu den Erkenntnissen der Wissenschaftler?
Bildquelle: stockxpert.com




































