Wenn ihr diese Sätze lest, ist es wahrscheinlich, dass ihr sie auch in eurem Kopf hört. Durch einen technologisch unterstützten Blick ins Gehirn ist es seit ein paar Tagen auch umgekehrt möglich, zu hören, was ihr gerade gelesen bzw. gedacht habt. Aber lasst mich das anhand von Dr. Brian Pasleys Versuchsanordnung erklären:
Zunächst spielten die Forscher Versuchspersonen eine Reihe von Wortaufnahmen vor - und zwar reale wie fiktive. Dann erstellten sie spektrografische Bilder der Gehirnaktivität. In einem weiteren Schritt bat man die Probanden, an die Worte zu denken, die sie da soeben gehört hatten. Erneut wurden die Hirnströme gemessen, und siehe da: Dieselben Areale arbeiteten. Es macht für unser Gehirn also keinen Unterschied, ob wir Worte hören oder sie denken.

An dieser Stelle war das Experiment allerdings noch nicht vorbei:
Die Forscher hatten ein Computersystem entwickelt, das Gedankensprache in reale Sprache umzuwandeln vermag - sie selbst waren von dem Ergebnis überwältigt. In 90 Prozent der Fälle konnte man das rekonstruierte Gedankenwort als das ursprünglich gehörte Wort identifizieren, auch wenn es zahlreiche Echos und Verzerrungen gab.
Das heißt nichts anderes, als dass es Wissenschaftlern (mit etwas Aufwand natürlich) möglich ist, einen Computer lesen bzw. sagen zu lassen, was ihr gerade denkt.
Abgesehen von mentalen Lauschangriffen, mit denen uns der internationale Geheimdienst hoffentlich noch einige Jahrzehnte verschont, bietet dieses Verfahren zahlreiche Vorteile für die Medizin. Gelähmte und komatöse Menschen oder solche mit dem Log-In-Syndrom könnten so per Gehirnstrom mit der Außenwelt kommunizieren!
Oder stellt euch vor, es wäre uns möglich, zu hören, was Komponisten und Musiker denken?
































Irre!!