1889 hatte man Adelbert Theodor Edward Wangemann - einen deutschen Mitarbeiter Edisons - nach Paris zur Weltausstellung entsendet. Er sollte das revolutionäre Gerät als Musikapparat massentauglich machen. Auf seinem ausgedehnten Heimatbesuch nahm Wangemann einige berühmte Sänger auf und fand sich eines Tages auf der Chaiselongue des 74-jährigen Reichskanzlers in Friedrichsruh wieder.
Wo er schon einmal da war und mit seinem Phonographen angab, wollte Bismarcks Frau ihren Gatten gleich mal verewigt haben. So rezitierte er ein paar Gedichtzeilen und Lieder auf Englisch, Deutsch, Französisch und Latein - sogar die Marseillaise ist darunter, obwohl das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich zu dieser Zeit äußerst angespannt war.
Das Endergebnis hört ihr - zugegebenermaßen mittlerweile schwer verständlich - hier:



























