Ägyptens Polizei feuert in Menschenmassen

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Ägyptens Polizei feuert in Menschenmassen
Nach den Krawallen und dem Blutbad während und nach dem Fußballspiel will in Ägypten keine Ruhe eintreten. Polizisten schießen auf Demonstranten und die wütende Menge fordert den Rücktritt des Militärchefs. Insgesamt gesehen war die Nacht von Donnerstag zu Freitag eine sehr blutige.

Die wütenden Bürger werfen den Sicherheitskräften Versagen vor. Über 70 Fußballfans waren im Stadion umgekommen. Vielleicht sogar eine geplante Aktion? Rund um Kairo finden deswegen Demonstrationen statt. In Suez, ca. 140 Kilometer östlich der Hauptstadt Kairo starben dabei zwei Demonstranten, als die Polizei in die Menge feuerte. Die Demonstranten wollten den Hauptsitz der örtlichen Sicherheitskräfte einnehmen, laut Zeugen versuchten die Polizisten das erst mit Tränengas, und später mit scharfer Munition zu verhindern. Die Sicherheitskräfte geben allerdings an, dass das Feuer nicht von ihrer Seite aus eröffnet wurde.

Hauptdemonstrationen in Kairo

Die Hauptdemonstrationen fanden nach dem Fußball-Blutbad rund um den Tahrir-Platz in Kairo statt. Tausende Demonstranten lieferten sich am späten Abend Scharmützel mit den Sicherheitskräften. Was die Demonstranten wollen? Den Rücktritt des Chefs des Militärrats, Hussein Tantawi. Auch Rufe nach seiner Hinrichtung wurden laut.

Ein Demonstrant schützt sich mit Gasmaske vor gefeuertem Tränengas [Quelle: AFP]

Aber nicht nur das Volk fordert eine Konsequenz aus den tödlichen Vorfällen im Stadion. Die Europäische Union drängt auf umfassende Untersuchungen des Gewaltausbruchs und der Druck auf die ägyptische Führung wächst. Die neue führende Partei der Muslimbrüder glauben an einer "geplanten" Ausschreitung - als Botschaft der Anhänger des alten Regimes unter Mubarak.

Dass die mangelnde Sicherheit ein Grund für das "Massaker von Port Said" war, lässt sich jedenfalls kaum abstreiten. Der zuständige Sicherheitschef wurde aus diesem Grund bereits entlassen und auch die Führung des Nationalen Fußballverbandes wurde auf die Bank verbannt.

Dass es sich bei dem Massaker auf dem Fußballfeld eher um eine politische Aktion als eine Hooligan-Ausschreitung handelte, davon ist fast sicher auszugehen. Aber eine geplante Aktion von Mubarak-Anhängern? Das scheint eine zu einfache Antwort zu sein, aber irgendetwas muss die neue führende Parlamentsmacht vorbringen und das Schlagwort "Mubarak" ist immer noch die beste Entschuldigung für Gewalt, oder? Man könnte genauso vermuten, dass es ein geplanter Putsch gegen die vom Volk mit Misstrauen beäugte Militärführung war, oder doch vom Militär selbst, um zu zeigen, dass die militärische Macht notwendig ist?
Bildquelle: Getty Images
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(03.02.12 18:42)Spam?
Da stürzt man einen Diktator,dann merkt man die neue Regierung teilt nicht die gleichen Interessen und schon wieder muss man hetzen...
(03.02.12 13:57)Spam?
ach ja ich will auch da sein
(03.02.12 13:54)Spam?
Die Polizei denkt auch sie kann sich alles erlauben. Wahrscheinlich liest sie das hier gerade.^^
(03.02.12 13:26)Spam?
mal sehen wann das bei uns so weit ist
(03.02.12 13:16)Spam?
scheiße ich weil auch dort sein

Beitrag geschrieben von:
Luisa Lepski

5 Kommentare

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