Only the Flower knows (Hana no Mizo Shiru)
Yoichi Arikawa führt ein ganz normales Leben als Jurastudent, auch wenn er zur Zeit heulend über den Campus läuft. Der Grund seiner Tränen ist aber nicht etwa, dass er seine Freundin seit zwei Wochen nicht mehr gesehen hat, sondern die neuen Kontaktlinsen.
Genau aus diesem Grund nimmt er die Linsen später am Tag raus, nur ist er dann so ziemlich blind und stößt am Bahnhof mit jemandem zusammen. Obwohl seine Augen eigentlich gar keine Schuld an dem Zusammenstoß tragen, da der junge Misaki direkt in ihn hereinrennt. Yoichi erkennt Misaki aber durch seine fehlenden Kontaktlinsen nicht, denn eigentlich hatte er den Studenten schon früher am Tag auf dem Campus kennengelernt.
Als Yoichi das erste Mal auf Shota Misaki trifft, hilft er ihm heruntergefallene Blumentöpfe wieder aufzusammeln. Dabei wird er auf die Kette aufmerksam, die Misaki um den Hals trägt und fragt frei heraus: "Ist das eine Mädchenkette?" Die Kette mit dem Blütenanhänger passt immerhin gut zu seinem Namen, denn Misaki kann auch als "schöne Blume" übersetzt werden. Schnell und scheinbar peinlich berührt steckt Misaki die Kette unter sein Hemd. Doch Yoichi scheint überhaupt keine Vorurteile zu haben und beteuert Misaki, dass die Kette ihm gut stehen würde.
Auszüge aus Only the Flower knows: Misaki ist "begeister" über Yoichis "Liebeserklärung. Auf gute ZusammenarbeitGenau diese Kette befindet sich nach dem Zusammenprall mit Misaki bei Yoichi, da sie sich in seinen Sachen verheddert hat. Yoichis Freundin macht ihm daraufhin bittere Vorwürfe. Klar, die Kette sieht ja aus wie von einem Mädchen und noch dazu hat Yoichi Misakis Namen im Schlaf gesagt. Er selbst kann sich allerdings nicht mehr an Misaki erinnern. Während Yoichi also grübelt, wer diese Person namens Misaki ist, sucht dieser verzweifelt nach seiner Kette.
Als Yoichi nach "Misaki-traumreichen" Nächten in der Universität endlich herausfindet, wer Misaki ist, geht er zum Frontalangriff über. Das Misaki ein Kerl ist, scheint ihn dabei nicht groß zu stören. Yoichi stürmt in die Bibliothek und erklärt ihm, dass er ihn lieben würde. Dass Misaki in seinem Träumen vorkommt, macht es für die Zuhörer nicht unbedingt besser. Misaki ist ob des Auftritts richtig sauer. Dumm nur, dass die beiden ab dem heutigen Tag zusammenarbeiten müssen...
Viele unbeantwortete Fragen
Es gibt einige Fragen, die sich einem im ersten Band stellen und gerade über Misaki erfährt man nicht sonderlich viel. Warum ist er so versessen auf diese Blütenkette? Woher kommt seine Narbe und wer ist der Typ am Telefon, der ihm eine Heidenangst einzujagen scheint. Zusammen mit Yoichi scheint man als Leser den schüchternen Misaki kennenzulernen und am Anfang könnte es sich auch erst einmal um eine normale Jungenfreundschaft handeln, gerade da Yoichi noch eine Freundin hat. Dennoch bekommt man schon relativ zeitnah mit, dass da mehr Gefühle im Spiel sind. Trotzdem ist der Storyverlauf eher langsam aufgebaut und wirkt auf den ersten Blick nicht typisch wie Shonen-Ai.

Takarai Rihito ist in Deutschland schon durch "Seven Days" bekannt
Ich persönlich bin eigentlich überhaupt kein Fan des Shonen-Ai-Genres, aber Yoichis erfrischend geradlinige Art und Misakis dadurch ausgelöste Griesgrämigkeit waren doch recht witzig anzusehen. Auch der Zeichenstil gefiel mir ganz gut, recht schlicht und klar, aber doch typisch für Frauen ausgerichtet. Jemand der überhaupt nichts mit Shonen-Ai anfangen kann, sollte die Finger von "Only the Flower knows" lassen, denn auch, wenn es anfänglich nicht so scheint, der Manga ist und bleibt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern. Für jemanden, der bisher keinen Shonen-Ai-Manga gelesen hat, aber Interesse an diesem Genre zeigt, ist dieser Manga aber ein guter Einstieg.
In Japan sind bisher zwei Bände erschienen, es dürften aber noch mehr werden. Der zweite Band kommt in Deutschland allerdings erst im August in die Läden, es bleibt also genug Zeit sich dem ersten Band zu widmen, den es für 6,95 Euro bei Tokyopop gibt.































