Mitarbeiter des "Museo del Prado" in Spanien staunten gestern nicht schlecht: Bei den üblichen Routinerestaurationen fiel ihnen auf, dass es sich bei der bereits jahrelang in Madrid ausgestellten "Mona Lisa"-Kopie um ein Original handelte.
Nicht aus dem Pinsel von Leonardo da Vinci zwar, doch aus dem eines Lehrlings, der "La Gioconda" zur selben Zeit malte wie der Meister.
Die Experten kamen dem Geheimnis des Gemäldes auf die Spur, als sie sich der italienischen Berglandschaft im Hintergrund widmeten. Sie ähnelt da Vincis' nicht nur, der unbekannte Künstler hat selbst die (nachweislich erst später vorgenommen) Korrekturen seines Lehrherren übernommen.

Die "Mona Lisa II" besitzt dieselben Maße wie das uns allen bekannte Exponat im Louvre und wurde wie ihr Vorbild auf das erste Drittel des 16. Jahrhunderts datiert. Als mögliche Urheber kommen die Florentiner Schüler Andrea Salai und Francesco Melzi infrage.
Die Mona Lisa sieht auf dem Lehrlingsprojekt übrigens frischer aus, weil sie Jahrhunderte des Desinteresses in kühler, dunkler, trockener Lagerung verbracht hat. Sie wird Kunstfreunden offiziell am 21. Februar vorgestellt und dann ab Juni in Paris zu sehen sein.

































