Als Kiezdeutsch bezeichnet man die Jugendsprache in Wohngebieten von Großstädten, in denen ein hoher Migrantenanteil wohnt, bestes Beispiel sind die Stadtteile bzw. Kieze Neukölln und Kreuzberg in der Hauptstadt Berlin. In solchen Multikulti-Vierteln treffen verschiedene Sprachen aufeinander und vermischen sich. So taucht das arabisch klingende Wort "yallah!" (heißt so viel wie "Auf geht's!) auch in dem Wortschatz deutschstämmiger Jugendlicher auf. Denn egal aus welchem Land oder in welcher Schicht die Sprecher kommen - Kiezdeutsch ist in diesen Vierteln oft die Umgangssprache. Dass nur die Unterschicht so spricht, ist eher ein Vorurteil.
Reinheit der Sprache gefährdet?
Ähnlich wie bei den Anglizismen sträuben sich viele Deutsche gegen diese Veränderung der deutschen Sprache. Dialekte sind mittlerweile wieder in Ordnung, aber Denglisch oder Kiezdeutsch? Die 46-jährige Sprachwissenschaftlerin Heike Wiese spricht sich dafür aus, dass sich mit Kiezdeutsch ein neuer Dialekt entwickelt. Am 16. Februar bringt sie deswegen ihr Buch "Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht" heraus und erwartet viel Kritik.
Wer Kiezdeutsch spricht, spricht nicht immer so, sondern nur unter Freunden. [Quelle: Colourbox.com]Denn für viele ist der Jugendslang einfach unerträglich und wird als Verunglimpfung der deutschen Sprache angesehen. Sätze wie "Gestern war ich Schule" sind auf Kiezdeutsch korrekt, für die meisten Deutschsprechenden aber einfach falsch. Wiese, die Professorin an der Universität in Potsdam ist, sieht das aber anders. Viele Sprachentwicklungen im Kiezdeutschen seien logisch hergeleitet und deswegen nicht falsch. Sprache verändert sich eben immer und passt sich an.
Was haltet ihr von Kiezdeutsch? Sprecht ihr es selbst?


























Drecksstaat BRD!