Nachdem nun die ersten Runden durchs Laufwerk gedreht sind, muss ich sagen: Zu bereuen gibt es am Erwerb von "Born to die" nichts - trotz ein paar kleinerer Longplayerschwächen.

Die von mir mittlerweile durchgenudelten (Youtube-)Nummern "Blue Jeans", "Video Games" und "Born to die" sind in remasterter Version, was man bereits kennt: Songs aus einer scheinbar ganz anderen Zeit, in denen "Gangster Nancy Sinatra" althergebrachter Gesanges-Melancholie, divenhafter Langsamkeit und dem Classic-Hollywood-Glamour aus "Lolita", "Bonnie und Clyde" sowie "Denn sie wissen nicht, was sie tun" huldigt.
Zwischen den Single-Auskopplungen findet sich mein Lieblingstrack "Off the Races". Fast orientalische Klänge, sehr kühle, spröde Stimmperformance, rhythmische Beats und viel Liebe zum "Sugar Daddy" - dazu tanzt man gern mit der Katze durchs Zimmer... öhm... das lasse ich einfach mal so stehen. ;)
Akzente setzt das Fräuleinwunder auch mit dem Track "National Anthem", der wie eine erstaunlich gute Mischung aus Kinderchor und Gwen Stefani daher kommt. Für ähnliches Aufhorchen sorgt lediglich das Klang-Experiment "Lolita". Hier gesellt sich ein pfeifender Keilriemen zu Britney-Spears-esken Hooklines. Das ist wie früher bei "System of a Down": Derlei Verrücktheiten gefallen entweder oder malträtieren die Gehörgänge!
An absoluten Ohrwürmern finden sich "Summertime Sadness" und "This is what makes us Girls". Die Nummern dürften mit ihren klaren Refrains auch für Freunde und Verehrer des guten alten Pop wunderbar geeignet sein.
"Dark Paradise" verzaubert durch seinen düsteren Text, "Diet Mountain Dew", "Radio" und "Without You" haben mit dem typischen Del-Ray-Sound Hitpotenzial. "Million Dollar Man" könnte wirklich auch von einer Sängerin der 50er stammen und in "Lucky Ones" fügen sich klassische Balladenelemente zusammen.
Wirklich schwachbrüstig und schlaftablettig klingt meiner Ansicht nach lediglich "Carmen". Das Bedürfnis zum Skippen verspühre ich dennoch nicht - ein sehr gutes Zeichen, schließlich habe ich mir nun zu allen Songs bewusst Gedanken gemacht.
Miriams Fazit: Auch, wenn sich über den Vergleich natürlich streiten lässt, nimmt Lana Del Reys Erstling für mich den Platz der guten alten Amy-Winehouse-Alben ein: Super für Liebeskummerepisoden, den niveauvollen Hintergrund, zum Träumen und In-Endlosschleife-Hören.
Wenn euch jedoch bereits "Video Games" wegpennen ließ, solltet ihr unbedingt die Finger von der Dame lassen!














ich find manchmal die lieder von lana del rey echt schön *-*,wenn es mir zb nicht so gut geht ;O *-* sie sind dann einfach perfekt *-* , aber normalerweise find ich sie etwas zu langweilig ;o









