Politik und Medien klagen häufig über einen Fachkräftemangel in der Bundesrepublik Deutschland - dabei leben viele hoch qualifizierte Migranten und Flüchtlinge in Deutschland, deren Fähigkeiten eigentlich gesucht werden. Diverse Stolpersteine der Bürokratie zwingen diese Menschen jedoch, einem Job im Niedriglohnsektor nachzugehen.
Demzufolge arbeiten nach Deutschland immigrierte Ärzte als Pflegerhelfer, ausländische Ingenieure fahren Taxi, Lehrer dürfen höchstens als Kinderpfleger tätig werden. Der wesentliche Grund dafür liegt in einer Nichtanerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.
Die Universität Oldenburg steuert gegen - und könnte damit zum Vorbild für andere Hochschulen werden. Schon seit 2006 bietet die Universität Oldenburg Studiengänge speziell für Einwanderer an. Seit damals existiert der Bachelor-Studiengang "Interkulturelle Bildung und Beratung", welcher bereits von den ersten Teilnehmern erfolgreich abgeschlossen wurde - die meisten von ihnen haben letztlich auch eine entsprechende Beschäftigung gefunden.
Aufgrund des stätig gewachsenen Bedarfs an IT-Fachkräften hierzulande kann seit dem Wintersemester 2008/9 zudem der Studiengang "Informatik für Migranten und Migrantinnen" in Oldenburg belegt werden. Ob und wie sich die ersten Absolventen in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren können, bleibt abzuwarten.
Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass auch weiterhin vermehrt Migranten und Flüchtlinge in Deutschland einen Ihren Qualifikationen entsprechenden Beruf finden und ausüben dürfen.
Bildquelle: flickr.com/Stian Olsen
















Ja und es herrscht Fachkräftemangel und das liegt nicht nur daran, dass Qualifikationen nicht anerkannt werden, warum auch immer, sonder daran, dass nicht ausreichend Fachkräfte in der Vergangenheit ausgebildet worden, bzw. dass die eigenen Fachkräfte ins Ausland gehen, weil ihn dort bessere Perspektiven erwartet als hier. Wir können den Fachkräftemangel nicht durch Migranten lösen, denn das ist meiner Meinung nach auch keine Lösung. Man muss einfach mit besserer Bezahlung und lukrativeren Angeboten werden und den Leuten weniger Steine in den Weg schmeißen