Derby Time: Wenn zwei bis aufs Blut verfeindete Fußballclubs, wie Schalke04 und Dortmund aufeinander treffen, bebt der ganze Pott. Unzählige Blau-Weiße Schalker feuern ihren Club bis aufs letze an um bloß nicht als Verlierer gegen den Erzrivalen nach Hause zu gehen. Auch beim rheinischen Ur-Derby Köln gegen Leverkusen brodelt der Kessel wenn die Teams einlaufen.
Im Stadion selbst verlaufen Derbys sowie auch andere Bundesligaspiele meist reibungslos ab und Sportinteressierte bekommen das zu sehen, was sie verlangen: Ein ordentliches Fußballspiel. Doch für die sogenannten „Ultras“ kommt es neben dem Spiel und dem Sieg ihrer Mannschaft auch noch auf ganz andere Dinge an: Neben der Leidenschaft, dem Leben für den Club messen sich die verschiedenen Ultra-Gruppen gerne auch „Hinter den Kulissen“. Pyrotechnik, das gegenseitige Rauben von Fan-Artikeln (zum Beispiel Banner der gegnerischen Mannschaft) und die zunehmende Gewalt vor und nach einem Spiel, sind fast typisch für die heutige Hooligan-Szene. Gerade in oben angesprochenen Derbys kracht es ganz besonders und nur durch massiven Polizeieinsatz bekommt man die verfeindeten Ultra-Gruppen unter Kontrolle.
Doch ohne die Ultras geht es im deutschen Fußball auch nicht, sie Stärken die Mannschaft auf ganz besondere Art und Weise, geben Rückhalt, bilden „die Wand“ in den Stadien, füllen die Fan-Kurve und sind Stimmungsmacher.
Jedoch kommt es immer wieder zu Ausfällen, die ein schlechtes Licht auf die Ultra-Szene werfen. So geschehen beim Spiel des VfL Bochum gegen 1.FC Nürnberg am 24. Spieltag. Die Gäste aus Franken haben durch gezieltes Abbrennen von Pyrotechnik mehrere Leute verletzt, teils schwer. Die Nürnberger Clubführung reagierte mit einer Auswärtsspiel-Sperre für bestimmte – angeblich radikale – Hooligan-Fans.
Darüber hinaus soll es landesweit scharfe Einlasskontrollen geben und weniger frei kaufbare Tickets in Umlauf gebracht werden.
„Sowas macht den Fußball kaputt…“, „Diejenigen die randalieren machen denjenigen, die einfach ein schönes Spiel sehen wollen, alles kaputt…“ sind nur einige Reaktionen von „normalen“ Fans.
Deshalb wollen die Fan-Beauftragte mit einem offenen Brief an die Szene ihrer Clubs – vor allem aber an die Ultras– zu mehr Vernunft, Respekt und Verantwortung aufrufen. "Es liegt an euch, dass solche Forderungen nicht mehr gestellt oder gar in die Tat umgesetzt werden müssen. Wir fordern deshalb Verantwortung und Respekt von euch, wie ihr sie auch von allen anderen erwartet. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich die Fankultur von innen heraus selbst zerstört.", so ein Düsseldorfer Fan-Beauftragte.
Wäre echt schade, wenn ein deutscher Nationalsport durch solche Dinge zu Grunde gehen würde…
Bildquelle: colourbox.com




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