Für eine Bestandsaufnahme ist es noch zu früh, erst wenn der Winter mit seinem Schnee endgültig wegzudenken ist, wird es möglich sein, das gesamte Ausmaß an Schlaglöchern festzustellen. Mit jedem kalten Tag verschärft sich die Situation. Wenn es taut, setzt sich die Feuchtigkeit in die Rillen und Risse, die der Winter schon im Straßenbelag hinterlassen hat, und „sprengt“ sie mit dem nächsten Frost weiter auf, da sich kaltes Wasser ausdehnt.
Wahrscheinlich werden auch die 73 Millionen Euro, die Jährlich für die Straßensanierung bereitgestellt sind, nicht reichen, um alle Schlaglöcher auszubessern.
Eine Gemeinde in Thüringen verkauft nach dem harten Winter die Schlaglöcher in einer Straße. Mit dem Erlös aus dieser ungewöhnlichen Aktion will das Dorf Niederzimmern bei Weimar diese Straße sanieren, bestätigte eine Angestellte der Gemeinde. Ein Schlagloch kostet 50€. Die Gemeinde will, wenn alle Löcher gefüllt sind, Plaketten in die Straße einlassen. Die Aufschrift für die Plaketten ist den Käufern überlassen, und durch den Kauf wird er somit auch eine Art „Besitzer“ eines Schlagloches.
Bisher sollen schon drei Schlaglöcher verkauft worden sein. Internationale Anfragen gab es auch schon, jedoch erst einmal aus dem deutschsprachigen Ausland, also Österreich und der Schweiz. Nach neuesten Angaben besteht aber auch eine Anfrage des britischen Fernsehsenders BBC.
Bildquelle: pixelio.de / Thorben Wengert


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