Wer wollte nicht immer schon mal etwas Gold besitzen? Nun ja, vermutlich haben die meisten von euch Gold zuhause, ohne es zu wissen. Zum Beispiel befinden sich in jedem Handy durchschnittlich 24mg Gold und sogar 250mg Silber. Das werdet ihr allerdings nicht finden, denn es wird dort zum Beispiel als Leitmaterial für Strom verwendet. 41 Handys beinhalten bereits genauso viel Gold wie eine Tonne Gold-Erz.
Aber das ist in vielen Elektrogeräten der Fall, und da liegt auch das Problem. Jährlich landen mehr als 40 Millionen Tonnen Elektrogeräte auf dem Müll, und damit gehen riesige Mengen an Edelmetallen verloren. Das ergibt sich aus einem Bericht des UNO-Umweltprogramms Unep. Auf diese Weise verschwende etwa China jährlich Gold im Wert von 100 Millionen Dollar.
Das Wort der Stunde lautet also Recycling, was nach Expertenmeinung auch wesentlich lukrativer als der Bergbau sei. So könne man aus der Kalgold-Mine in Südafrika 5 Gramm pro Tonne Gestein gewinnen, wogegen aus einer Tonne Computer-Leiterplatten das 50-fache zu entnehmen sei.
Und die globale Masse an Elektroschrott wird voraussichtlich weiter zunehmen, in Extremfällen sogar um das Achtfache.
Allerdings haben die meisten Firmen kein Interesse an aufwändiger Verarbeitung und letztendlicher Entsorgung solcher Geräte, weswegen sie diese Gegenstände in Länder wie Afrika schicken, was bedeutend billiger ist.
Doch dies ist für die Afrikaner hochgradig gefährlich, denn wenn sie dort auf ihren Schrottplätzen Geräte verbrennen, werden häufig krebserregende Giftstoffe freigesetzt, welche die Umwelt verseuchen und den Müllsammlern, die oft noch Kinder sind, schwere Gesundheitsschäden zufügen.
Eure Meinung ist wieder gefragt:
Dürfen sich die Firmen diese Verschwendung in unserem Zeitalter der Ressourcenknappheit leisten, selbst wenn es Menschenleben in entfernten Ländern gefährdet?
Bildquelle: pixelio.de/ Peter von Bechen






























