Wie ihr vielleicht wisst, betreibt der Iran nun schon seit längerem ein Atomprogramm. Dieses dient offiziell dazu, später mit radioaktiven Materialien Energie zu erzeugen. Allerdings hat das Ganze auch eine Schattenseite, denn bei ausreichend hoher Anreicherung von solchem Material lassen sich Bomben mit unglaublicher Sprengkraft bauen.
Entgegen allen Beteuerungen des Irans, dass die Anlagen dafür von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA überwacht würden, fürchtet der Westen, dass der Iran irgendwann solch eine Bombe herstellen und einsetzen könnte, und will dies auf jeden Fall verhindern.
Einige Finanz-und Handelsexperten der EU haben im Auftrag der Außenminister einen Katalog mit weiteren Sanktionsmöglichkeiten für den Iran erarbeitet, welcher nicht nur Eingriffe in den militärischen, sondern auch in den zivilen Sektor umfasst.
Der Iran ist stark von Benzin für den Transport und Fachleuten aus anderen Ländern abhängig, besonders aber von Geld. Man könnte Irans ausländische Geldkonten beispielsweise einfrieren, der iranischen Zentralbank Kredite verweigern oder Exportversicherungen für Lieferungen in den Iran blockieren, wodurch diese wesentlich teurer würden.
Quasi zur Rechtfertigung dieser möglichen Maßnahmen sieht die IAEA tatsächlich Anzeichen dafür, dass der Iran momentan an einer Bombe arbeiten könnte, wie sich einem Bericht der Behörde entnehmen lässt.
Allerdings lassen sich diese Eingriffe in die Wirtschaft des Irans nicht ohne Einwilligung des Weltsicherheitsrates durchführen, und dessen Zustimmung ist eher unwahrscheinlich, da China viel an einer guten Beziehung zum Iran liegt und als Vetomacht die Möglichkeit besitzt, alle Pläne der Europäer zu unterbinden.
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