Sicher verfolgt ihr oder eure Eltern zurzeit die Olympischen Winterspiele in Vancouver, und wie jedes Mal geht es dort auch wieder richtig spannend zur Sache. Allerdings gibt es auch einige Probleme. Natürlich, bei jedem Ereignis gibt es mal Probleme, aber selten gab es so viele wie in diesem Jahr in Vancouver.
Bereits im Vorfeld der Spiele mussten 28.000 Tickets zurückgezogen werden, da diese für unbefestigte Plätze unter anderem beim Parallelslalom ausgestellt worden waren, welche im Nachhinein als zu unsicher bewertet wurden. Allein schon dieser Umstand wurde von der kanadischen Presse als „Desaster“ betitelt.
Doch dies war nur die Spitze des Eisberges. Eine Neuerung ist auch, dass erstmals eine Gebühr von 20 Dollar für Siegerehrungen erhoben wird, was einigen Fans sicherlich sauer aufstoßen dürfte.
Aber nicht nur die Zuschauer haben Ärger, die Olympioniken trifft es ebenfalls nicht besser. Eisschnellläufer beklagten die zerfurchte Bahn, Eismaschinen fielen reihenweise aus, Biathleten wurden zum falschen Zeitpunkt auf die Piste geschickt, was sowohl zu Zeitstrafen als auch zu Zeitgutschriften führte, was Norbert Baier vom Internationalen Biathlon-Verband (IBU) als „beschämend“ bezeichnete, und nicht zu vergessen der tödliche Unfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili im Eiskanal, von Whistler, welcher als der gefährlichste Kanal der Welt gilt.
Aus diesem Grund verweigerten bereits mehrfach Sportler ihre Teilnahme, aber auch die Veranstalter scheinen nicht bei allen gut anzukommen.
Die Biathletin Magdalena Neuner etwa, welche unlängst zum zweiten Mal Gold gewann, verzichtet auf ihre Teilnahme an der Staffel, weil sie sich nicht respektiert fühlt von den freiwilligen Helfern. Die Behandlung beim Dopingtest wären derart seltsam, dass sie sich „teilweise nicht als Mensch behandelt“ fühle, und merkt sogar an, es wäre schlimmer, „als wenn ein Schaf zur Schlachtbank geführt“ werde.
Die Veranstalter und das Internationale Olympische Komitee machen hingegen „gelangweilte“ Journalisten dafür verantwortlich, dass die Spiele in solch einem schlechten Licht dastünden, und weisen darauf hin, dass dies bei so ziemlich allen Spielen vorkäme.
Wie ist eure Meinung dazu? Werden die Fehler dieser Winterspiele bloß dramatisiert, oder läuft Vancouver Gefahr, sich als Veranstalter zu blamieren?
Bildquelle: pixelio.de/ Dieter Schütz































